Basketballer siegen für verletzten Francesc Iturria

30.09.19 – Der VfL Stade ist mit einem 89:69-Sieg gegen den SC Rasta Vechta in die neue Saison der 1. Regionalliga Nord gestartet. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Wenn da nicht die neuerliche schwere Verletzung des Spaniers Francesc Iturria gewesen wäre.

Als die Schiedsrichter in der Sporthalle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums das Spiel eröffnen, weilt Francesc Iturria längst in seiner Heimat. Der 22-Jährige liegt am Dienstag bei einem Spezialisten in Barcelona auf dem Operationstisch. Das Kreuzband im rechten Knie ist gerissen. Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres. Der 1,79 Meter kleine Point Guard kämpfte sich monatelang heran. Er stand kurz davor, pünktlich zum Liga-Auftakt wieder sportlich eingreifen zu können. Eine falsche Bewegung machte diesen Traum in der vergangenen Woche bei einem Testspiel zunichte. „Das ist ein Schock“, sagt VfL-Chefcoach Joan Rallo Fernandez. Wegen Itturias Spielweise und wegen seiner Leidensgeschichte.

Womöglich haben sich die Stader Spieler am Sonntag an die Whatsapp-Nachricht ihres Kollegen erinnert, die er ihnen kurz vor dem Tippoff auf ihre Smartphones sendete. „Ich bin in Gedanken bei euch“, schrieb Itturia. Der VfL Stade dreht vor 253 Zuschauern die schnelle 8:0-Führung der Gäste und liegt ab Minute sechs ausschließlich vorne. „Ich bin stolz auf die Jungs. Sie haben sich fokussiert und sind nicht nervös geworden“, sagt der Stader Trainer. Jamo Ruppert markiert das 13:12.

Der VfL hatte Iturria vor einigen Wochen mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Der Spanier fühlt sich in der Stadt heimisch. Seine Freundin ist zu ihm gezogen. Sie lernt fleißig Deutsch und sucht einen Job. Der Verein hat Iturria in der Immobilienbranche untergebracht. „Er wird stärker wiederkommen“, sagt Teammanager Sönke Bergmann.

Starke Defensive

Der VfL schlägt die Konkurrenz aus Vechta mit seiner starken Defensive. Die Stader zwingen die Gäste zu schlechten Würfen, stellen klug die Passwege zu, stehlen die Bälle und verteidigen aggressiv unter dem Korb. Allein 28 Punkte erzielt der VfL nach erzwungenen Ballverlusten der Gäste. Das gilt als Spitzenwert. Zum Vergleich: Vechta kommt nach 40 Minuten Spielzeit auf neun. Nach dem ersten Viertel liegen die Hausherren mit 30:16 in Front. Das zweite Viertel verläuft zunächst zäh, bis der Amerikaner Reco McCarter den Ball bei einem Alley-oop zum 37:21 in den Korb stopft. Die Vorlage kommt von Nil Angelats. Das Publikum ist wieder wach. In die 15-minütige Pause geht der VfL schließlich mit einem 13-Punkte-Polster.

Ganze vier Zähler der Gäste lassen die Stader im dritten Viertel zu. Vechta prallt an den Hausherren einfach ab. Am Ende erhält die Partie den Charakter eines Trainingsspielchens. Stade tritt zu dominant auf.

Joan Rallo Fernandez weiß um seine Baustellen in den nächsten Tagen. Die Offensive stockt noch ein wenig. Eine Quote von 51 Prozent bei den Zweipunktwürfen ist gerade noch akzeptabel. Von der Dreierlinie versenken die Stader nicht einmal jeden dritten Versuch, und von der Freiwurflinie gerade nur jeden zweiten. Auffallend ist allerdings die Ausgeglichenheit des Kaders. Bis auf Leon Rosenstein und Nate Gherezghihier tragen sich alle Spieler in die Punkteliste ein. Neuzugang Nil Angellats besticht mit zehn Zählern und sechs Vorlagen. Maximilian Mayer punktet mit 17 Zählern am häufigsten. Dem Mann ist der Spaß am Basketball anzusehen.

Mitte Oktober will Iturria zurück sein. Dann beginnen Reha und Aufbautraining aufs Neue. Er soll optimistisch sein, sagen die Vereinsvertreter.

Die Statistik

Spielverlauf: 30:16 (1. Viertel), 49:36 (Halbzeit), 64:40 (3. Viertel), 89:69 (Endstand)

VfL Stade: Andres (15, davon 2 Dreier), Rosenstein, Angelats (10), Kleinkes (12), Gherezghihier, Ossai (9), Ruppert (14/3), McCarter (12/1), Mayer (17/3)

Nächstes Spiel: VfL Stade – Red Devils Bramsche (Sonntag, 13. Oktober, 16 Uhr, VLG-Halle)

Quelle: Stader Tageblatt
Foto: Daniel Berlin

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