Badmintonabteilung macht Werbung für den Sport

21.02.18 – Ein 4:4 hätte dem VfL Stade im letzten Saisonspiel der Badminton-Landesliga gereicht für den Klassenerhalt. Die Stader aber gehen auf Nummer sicher und gewinnen 6:2. Sie machen Werbung für einen Sport, den Millionen in ihrer Freizeit spielen.

Kruse schlägt Wachholz den Federball mit mächtig Dampf um die Ohren. Der Delmenhorster ist schließlich so bedient ob der Übermacht des Gegners und seiner eigenen Fehlerquote, dass er seinen Schläger zertrümmert. Die negative Energie kann Wachholz nicht mehr vertreiben. Kruse macht den Sack endgültig zu. Das 21:14 im dritten Durchgang bedeutet den sechsten Einzelpunkt und den deutlichen Sieg der Gastgeber.


Vadim Zelvakov und Sönke Bergmann holten das vorentscheidende 4:2 für den VfL Stade.

Was haben sie vor der Partie gebangt, die Badmintonspieler des VfL Stade. Sie kündigten die Begegnung als das Endspiel um den Klassenerhalt an. Und sie zuckten kurz zusammen, als der Delmenhorster FC mit Morten Daugaard-Hansen einen Deutsch-Dänen aufstellte, der in seinen besten Tagen als Jugendspieler zur deutschen Spitze gehörte. Daugaard-Hansen entpuppt sich nicht als der Heilsbringer. Der Stader Vadim Zelvakov schlägt ihn 21:12 und 21:15 und holt den Punkt zum vorentscheidenden 4:2. „Mission erfüllt“, sagt VfL-Spieler Sönke Bergmann. Stade schickt Delmenhorst eine Liga tiefer. Nur ein paar nahezu undurchschaubare Konstellationen könnten dem VfL doch noch den Abstieg bescheren. In zwei Wochen steht fest, welche Mannschaften in anderen Ligen aufsteigen, absteigen, zurückziehen oder gar nicht erst anmelden.

60 Zuschauer sehen in der Sporthalle in Ottenbeck rasanten Sport. Der Weltrekord des schnellsten Badminton-Schlags liegt bei 493 Stundenkilometern. Das macht Badminton zur schnellsten Ballsportart der Welt. Ganz so fix sind die Stader nicht. Aber das Publikum muss bei den Ballwechseln schon ziemlich genau hinschauen. Gut und gerne drei Schachteln, also 30 Bälle, verschleißen die Athleten an nur einem Spieltag. Ein Ball kostet zwei Euro. Bei den Geschwindigkeiten oder bei Rahmentreffern bricht die eine oder andere der insgesamt 16 Gänsefedern. Forscher haben mal versucht, die Gänsefedern durch Plastik zu ersetzen oder die Federn von Enten zu nehmen. Aber die Bälle verfügten nicht über die guten Flugeigenschaften. Den Ausschuss benutzt der VfL als Trainingsbälle.

Duo stellt Taktik um

Der Spieltag gegen den Delmenhorster FC beginnt für den VfL Stade schon sehr vielversprechend. Das Damendoppel Melanie Niehus/Jule Viets holt am letzten Spieltag seinen zweiten Saisonsieg überhaupt. Gegen Christine von der Wöste und Anja Eilers gewinnen sie 21:17/21:18. Dabei liegen sie im ersten Satz schon 0:7 hinten. „Das war ein guter Zeitpunkt für den zweiten Sieg“, sagt Niehus. Das Duo hat die Taktik im ersten Satz umgestellt und die Gegnerinnen in die Knie gezwungen. Trainer Andreas Heydasch sagt, Niederlagen in den Doppeln seien gegen Delmenhorst eigentlich einkalkuliert.

So holt sein Team überraschend Punkte. „Wir haben uns im Training gut eingestellt und versucht, uns Selbstvertrauen und Schlagsicherheit zu holen“, sagt Niehus, die auch noch ihr Einzel gewinnt. Punktelieferanten sind zudem das Doppel Packroß/Kruse und Packroß im Einzel. Ihre Spiele geben an diesem Tag nur das Herrendoppel Sönke Bergmann/Zelvakov und das Mixeddoppel Bergmann/Viets ab.

Das Landesliga-Team macht Werbung für seinen Sport. Am Abend backen die Spieler Kuchen oder bereiten Salate für die Zuschauer und die eigene Wettkampfverpflegung vor, am nächsten Tag fegen sie Delmenhorst aus der Halle. 150 aktive Badmintonspieler sind derzeit beim VfL Stade organisiert. Rund die Hälfte spielt aus reinem Hobby. Die andere Hälfte tritt in verschiedenen Ligen bei Wettkämpfen an. Der VfL ist mit vier gemischten Teams in der Landesliga, der Bezirksliga und auf Kreisebene unterwegs. Die Jugendlichen über 15 Jahre verstärken die zweite und dritte Mannschaft. Die unter 15-Jährigen treten bei Turnieren auf Bezirks- und Kreisebene an.

Vier Millionen Freizeitspieler

Badminton blickt in Deutschland auf eine 118-jährige Geschichte zurück. Ein Club in Bad Homburg bot den Sport als erster an. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte Badminton Bekanntheitsgrad. Die ersten Deutschen Meisterschaften datieren auf das Jahr 1953. Weit mehr als vier Millionen Menschen spielen heute in ihrer Freizeit Badminton. 210.000 Spieler sind in 2700 Vereinen organisiert. Der Deutsche Badmintonverband (DBV) zählt 16 Landesverbände.

VfL-Spielerin Jule Viets ist an Heimspieltagen nicht nur berühmt für ihre Pizzaschnecken. Sie gilt zudem als DJ. Ihr Telefon verbindet sie kabellos mit einer Musikbox, aus der nach dem letzten Punkt die aktuellen Party-Hits schmettern. Die Stader sind in Feierlaune und posieren für das Siegerfoto.

Quelle: Stader Tageblatt
Fotos: Daniel Berlin

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