Akrobatinnen fahren zum Showact-Wettbewerb der Deutschen Turnerjugend

18.06.26 – Wenn die „Young Diamonds“ des VfL Stade am kommenden Samstag, 20. Juni,  die Wettkampffläche betreten, dann wollen sie genau das tun, was Diamanten am besten können: glänzen. Die Stader Showakrobatik-Gruppe hat sich mit ihrem Erfolg beim Landeswettkampf für das Bundesfinale des "TuJu-Star" -Wettbewerbs der Deutschen Turnerjugend in Erkelenz qualifiziert (mehr zu den "TuJu-Stars" ganz unten). Dort treten die 23 besten Gruppen Deutschlands an. 

Sie treten als Letzte im Teilnehmerfeld an

Schon die Anreise wird zur ersten Herausforderung. Bereits am Freitagabend macht sich die 26-köpfige Truppe auf den Weg Richtung Nordrhein-Westfalen. Fünf bis sechs Stunden Fahrt liegen vor ihnen – auf der für seine Baustellen und Staus berüchtigten „Hansalinie“ ins Ruhrgebiet. Doch Jammern hilft nicht. Bereits am Samtagmorgen um 8:30 Uhr findet die Stellprobe statt. Danach heißt es warten. Denn das Losglück war den Stadern nicht gerade hold. Erst um 14:00 Uhr dürfen die Young Diamonds ihre rund vierminütige Show präsentieren – als letzte Gruppe des gesamten Teilnehmerfeldes. Trainerin Johanna Zuber und ihre Co-Trainerin Annneke Meyer hätten sich eine frühere Startnummer gewünscht. Andererseits gilt auch hier der alte Grundsatz des Showgeschäftes: Last but not least.

Wurffiguren kommen beim Publikum gut an

Bei ihrem Auftritt haben die Young Diamonds einiges zu bieten. In ihrer Choreografie steckt alles, was moderne Showakrobatik spektakulär macht: Salti, geworfene Doppelsalti, Spins, anspruchsvolle Wurfelemente und das sogenannte Karussell. Besonders die rasanten Wurffiguren kommen bei Publikum und Wertungsrichtern gut an. Höhepunkt der Darbietung ist eine Menschenpyramide, auf deren Spitze ein Mädchen sogar noch einen Handstand zeigt. Für diese wenigen Minuten auf der Fläche wurde sich monatelang in Zeug gelegt. Zuletzt trainierte die Gruppe meist dreimal pro Woche jeweils drei bis vier Stunden. „Da kommt einiges an Trainingszeit zusammen“, sagt Zuber.

Alter von acht bis 36 Jahre

Die Young Diamonds vereinen mehrere Generationen. Das jüngste Mitglied ist acht Jahre alt, das älteste 36. Der Kern der Mannschaft besteht aus Mädchen im Alter um die 15 Jahre. Zwei Männer gehören ebenfalls zur Gruppe: ein 18-Jähriger und der Vater einer Akrobatin. Über weitere männliche Verstärkung würde sich Trainerin Zuber freuen. Gerade bei den Pyramiden und Wurfelementen sind kräftige Unterleute Gold wert. Oder, um im Bild zu bleiben: Sie sind echte Diamanten. 

Hoffen auf eine Top-Platzierung

Wer die Young Diamonds kennt, der weiß: Die Gruppe fährt nicht nach Erkelenz, um nur dabei zu sein. Die Stader wollen ihre Show auf die große Bühne bringen, das Publikum begeistern und zeigen, warum sie zu den besten Nachwuchs-Showakrobaten Deutschlands gehören. Ob am Ende eine Top-Platzierung herausspringt, hängt natürlich auch von der Tagesform ab. Verdient haben es sich die Mädchen und die beiden Männer, nachdem über Woche und Monate so fleißig trainiert wurde.

"TuJu-Stars": Deutschlands große Bühne für junge Showgruppen

Die "TuJu-Stars" sind der bundesweite Showwettbewerb der Deutschen Turnerjugend. Anders als bei klassischen Turnwettkämpfen stehen hier nicht einzelne Übungen oder festgelegte Pflichtprogramme im Mittelpunkt. Gefragt sind kreative Showvorführungen, in denen Turnen, Akrobatik, Tanz, Bewegung und Schauspiel zu einer gemeinsamen Geschichte verschmelzen. Die Gruppen entwickeln ihre Choreografien selbst und präsentieren sie vor einer Jury, die unter anderem Kreativität, Ausdruck, Bewegungsqualität und die Gesamtwirkung bewertet.

Das Bundesfinale gilt als Höhepunkt des Wettbewerbsjahres. Dort treffen die Sieger der Landesentscheide aus ganz Deutschland aufeinander. Die Veranstaltung bietet den Kindern und Jugendlichen nicht nur die Möglichkeit, sich sportlich zu messen, sondern auch Bühnenerfahrung zu sammeln und andere Showgruppen kennenzulernen. Die Deutsche Turnerjugend beschreibt das Bundesfinale als jährliches Highlight, bei dem Teamgeist, Kreativität und Begeisterung für Bewegung im Mittelpunkt stehen.

Foto: YD
Quelle: Kreiszeitung Wochenblatt

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