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Piraten in der Sporthalle

Eintägige Volleyball-Demonstration kam gut an – Wiederholung nicht ausgeschlossen

 

Das Jedermann-Turnier

Stade. Der Teilnehmerzuspruch fiel zwar nicht ganz so üppig aus wie erhofft, dennoch kann das von STADE 21 und VfL Stade auf die Beine gestellte JeKaMi („Jeder kann mitmachen“) –Volleyballturnier für Jung und Alt nur als Erfolg bezeichnet werden. Was nicht zuletzt an den für Stader Verhältnisse ungeahnten Zuschauermassen lag, die für tolle Stimmung in der Halle sorgten. „Sechs Teams haben wir zusammenbekommen“, berichtet Organsiator Patrick Steinmüller nicht ohne Stolz. „Der jüngste Teilnehmer war 11 Jahre alt, die erfahrenste Spielerin 58. Vom Anfänger bis zum Ligaspieler war alles dabei.“ Und jeder hatte seinen Spaß. Teilnehmer und Zuschauer durften außerhalb des Spielfeldes noch an drei Sonderaktionen teilnehmen, bei denen ebenfalls Volleyball im Mittelpunkt stand. Station eins: Ein Schlagwettbewerb, bei dem die höchste Schlaggeschwindigkeit gemessen wurde. An Station zwei zählte, wieviele Aufschläge bei sieben Versuchen ins Ziel fanden, und im abschließenden Pritschwettkampf musste der Ball per Pritschen in einen Basketballkorb befördert werden. Steinmüller: „Größte Attraktion war natürlich die Geschwindigkeitsmessanlage. Selbst die Jüngsten kamen beim Angriffsschlag schon auf über 60 Km/h!“ Jüngste Teilnehmerin der so genannten Laufkarten-Tombola, bei der jeder etwas gewann: ein neunjähriges Mädchen. Sieger des JeKaMi-Turniers wurde das Team von Chiara, Emil, Frank, Hans-Peter, Ilse-Marie und Julian. Der vierzehnjährige Emil Niklewski gewann auch den Tombola-Hauptpreis: Ein Wochenende in einem Audi A4.

Der Schaukampf

Anschließend wurde auf andere Art Werbung für den Volleyballsport betrieben. Echte Piraten enterten das Spielfeld: Die „Oststeinbek Pirates“, ein Hamburger Regionalligist, traten zu einem Schaukampf gegen das „Unterelbe Dreamteam“ an – eine elfköpfige Auswahlmannschaft, bestehend aus Verbandsliga-Vertretern der Vereine TSV Buxtehude-Altkloster, Buxtehuder SV, TSV Hollern-Twielenfleth und TuS Jork. Die Zuschauer bekamen Volleyballkost auf höherem Niveau geboten, denn die erstmals zusammengestellte Auswahl schlug sich gegen den eingespielten Drittligisten mehr als achtbar, verlor nur 1:2 (20:25, 18:25, 25:17). „Schade, dass meine Leute in den ersten Sätzen so schlecht aufgeschlagen haben. Dafür standen wir im Block immer besser!“ freute sich Auswahlcoach Volker Hansen vom VfL Stade. „Es hat den Jungs heute unglaublich viel Spaß gemacht.“ Die Gros der Spieler wurde von den ehemaligen Oberligisten Hollern-Twielenfleth und Jork gestellt, und man sah deutlich, was im Alten Land sportlich alles möglich wäre, wenn diese beiden bisher konkurrierenden Vereine miteinander kooperieren würden. Zarte Ansätze gibt es seit Sonntag. Patrick Steinmüller: „Wir Spieler haben schon mal vorsichtig überlegt, wie man weiter zusammen trainieren könnte.“ (tz)

Februar 2012
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