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Pfingstturnier Delmenhorst: Viel gelernt und viel Spaß gehabt

Die männliche Jugend (ab 14 Jahre) machte sich am Pfingstwochenende wieder auf zum bundesweit bekannten Delmenhorster Pfingstturnier. Die „Schwingejugend“ wurde nach dem starken fünften Platz in Leistungsklasse 6 (unterste Spielklasse) im vergangenen Jahr dieses Jahr in der vierthöchsten Spielklasse angemeldet.

Man traf sich Samstag früh erneut sehr früh am Morgen, um pünktlich nach Delmenhorst in die Sporthalle zu gelangen. Das Umfeld und die Einstellung der anderen Sportler war dieses mal deutlich ernsthafter als noch vor einem Jahr. Noch deutlicher aufgezeigt wurde die höhere Leistungsklasse am Können der beteiligten Mannschaften, das sich bereits beim Einspielen gut erkennen ließ. Es sollte also ein schwieriges Unterfangen werden, den Vorjahreserfolg zu wiederholen.

Zum Auftakt wartete sodann gleich ein schwieriger Gegner. Die als Schlachter verkleidete Mannschaft war gespickt mit Regionalligaspielern vom VfL Pinneberg. Die hoch motivierten Jungs vom VfL aus Stade ließen sich dennoch nicht entmutigen und zeigten eine engagierte Leistung. Trotzdem wie schon im Vorjahr wenige Wochen vor dem Spiel ein weiterer Schritt in der Mannschaftstaktik einstudiert wurde, klappte das Zusammenspiel überwiegend gut. Der Gegner war zwar deutlich überlegen. Das wichtigste Ziel, sich als Mannschaft weiter einzuspielen, konnte dennoch erreicht werden.

Auch im zweiten Vorrundenspiel wartete natürlich ein starker Gegner. Die Siegchancen waren erneut recht gering. Die Schwingejugend hatte aber nicht den Spaß und die Motivation verloren und so zeigte man ein ordentliches Spiel. Lediglich im zweiten Satz zeigte man erstmals eine schwache Leistung. Schlampige Annahmearbeit und eine zu leichtfertige Einstellung zwangen den Trainer zu einer Auszeit, in der deutliche Worte an die Spieler gerichtet wurden. Die Spieler besannen sich fortan auf eine konzentriertere Leistung und boten besseren Volleyball. Der Rückstand war zu diesem Zeitpunkt jedoch schon zu hoch, um noch mal ernsthaft am Satzergebnis zu rütteln. So ging auch dieses Spiel verloren und man wurde Gruppenletzter der Vorrunde.

Leistungsgruppe 4 ist eigentlich für ein Leistungsniveau Bezirksliga und Bezirksklasse ausgeschrieben, was für den nächste Saison in der Bezirksliga antretenden Stader Nachwuchs gut gepasst hätte. Da das Niveau aller antretenden Mannschaften jedoch deutlich höher war, warteten auch in der Zwischenrunde überlegene Teams auf den VfL. Im ersten Zwischenrundenspiel konnte jedoch mit einem starken ersten Satz, in dem man auf Augenhöhe mit dem Gegner kämpfte, ein Unentschieden für diesen Durchgang erreicht werden. Leider konnte diese Leistung im zweiten Satz nicht wiederholt werden, so dass man das Spiel verlor. Immerhin wurde aber der erste Satz mit 0,5 Punkten belohnt. Eine Niederlage im zweiten Zwischenrundenspiel besiegelte allerdings leider auch in dieser Gruppe den letzten Platz.

Im abschließenden Platzierungsspiel ging es dann für die Jungs von der Schwinge darum, mit einem Sieg den vorletzten Platz des Turniers zu erreichen. Erneut konnte man jedoch nicht erfolgreich vom Platz gehen. So blieb in diesem Jahr nur der letzte Platz für die junge Truppe. Das ist jedoch kein Beinbruch da man ja als vorrangiges Ziel hatte, Spaß zu haben und sich weiter als Mannschaft auf und neben dem Volleyballfeld zu festigen. Die Jungs haben gezeigt, dass sie auch in der Niederlage zusammenstehen und sich nicht entmutigen lassen. Zudem hat keiner der Spieler seinen Spaß verloren und jeder hat gesehen, dass es noch viel zu lernen gibt, womit man schon während des Turniers beim Spiel gegen sehr gute Volleyballer begonnen hat und sich wohl das ein oder andere abschauen konnte. Bei der abschließenden Siegerehrung wurde die Schwingejugend als deutlich jüngste Mannschaft des Turniers noch positiv hervorgehoben. Der tosende Applaus würdigte die mutige Leistung und das positive Auftreten der Jungs vom VfL.

Der Spielort war dieses mal die Sporthalle am Stadion und so konnte man den VfL-Bus auf dem Parkplatz stehen lassen und sofort zum Zeltaufbau schreiten. Dies war auch schnell geschafft und so gingen alle zum gemütlichen Teil des Turniers über: Nach dem wohlverdienten Mahl beim örtlichen Italiener machte man sich auf zur legendären Pfingstparty und konnte dort auf der Tanzfläche den VfL Stade würdig vertreten…

Für die Schwingejugend im Einsatz: Tobias Degener (Kapitän), Oliver Gergel, Jan Göhring, Emil Niklewski, Dennis Kurzydym, Vitorio Lato, Benjamin Tietje, Julian von Thun, Florian Ulmer (Trainer)

 

Auch das „Schwingealter“ bezahlt Lehrgeld

Mit Leistungsklasse 3 (ausgeschrieben als Landesliga bis Bezirksliga) hatte man für Tag zwei des Turniers in der Mixed-Konkurrenz noch etwas höher gepokert. Ein Mixed-Team mit verschiedenen Spielerinnen und Spielern des VfL Stade, VSG Altes Land und TuS Jork wollte erstmals in’s Turniergeschehen eingreifen.

Auch an diesem Tag stellte sich schnell heraus, dass das tatsächliche Spielniveau deutlich höher als das ausgeschriebene war. Etliche Spieler vom Vortag traf man auch am Sonntag wieder.

Die ersten beiden Spiele (Vorrunde) gingen dann auch schnell an die Gegner. Die zusammengewürfelte Mannschaft, die noch nie zusammen trainiert hat benötigte zunächst geraume Zeit, um sich einzuspielen. Die nicht für jeden Spieler angestammte Position forderte zudem noch etwas Eingewöhnungszeit.

In der Zwischenrunde fand man sich also als Gruppenletzter wieder. Dort konnte man nun erstmals überzeugen und gewann mit einer sehr guten Leistung beide Spiele. Dieser Sieg bescherte der Truppe nun das Platzierungsspiel um Platz 17. Dies wurde sogleich als Erfolg gewertet, hatte man nach den ersten Spielen doch das Erreichen mindestens des vorletzten Platzes als Ziel ausgelobt. Bei 24 angetretenen Mannschaften war dies nun bei weitem Übertroffen worden. Vielleicht haben sich die Spieler, die eigentlich fast durchweg erfahren genug sein müssten, zu sehr darauf ausgeruht. So zeigte man im letzten Spiel eine indiskutable Leistung und verlor gegen ein volleyballerisch klar unterlegenes Team deutlich. Über den Verlauf dieses Spiels wurde deshalb zwischen den Spielerinnen und Spielern Stillschweigen vereinbart.

Trotzdem hatte auch das ältere Semester viel Spaß beim Turnier und der 18. Platz lässt sich durchaus sehen. Außerdem hat man sich schon darauf verständigt, auch in den nächsten Jahren wieder gemeinsam in Delmenhorst anzutreten.

Für das „Schwingealter“ im Einsatz: Tobias Degener, Inga, Verena, Sabine, Patrick Steinmüller, Benjamin Tietje, Florian Ulmer.





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